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Tutorial Produktfotografie für Anfänger

Wer gerne Bilder auf einer der zahlreichen Microstock-Seiten wie „Istockphoto.com“ oder „Fotolia“ verkaufen, und sich so ein kleines Zubrot verdienen möchte, der kommt nicht umhin sich mit dem Thema Produktfotografie und „freigestellte Objekte“ zu beschäftigen. Dem Verkaufsschlager schlecht hin in dieser Kategorie.
Wem das nötige Hintergrundwissen zu diesem Thema vielleicht noch fehlt, der sollte diesen Artikel lesen, der hoffentlich etwas Licht in das Mysterium mit den ganzen Bildagenturen bringt.

Doch wo anfangen, wenn das Budget klein ist und man erst einmal herum experimentieren möchte ?

Ganz einfach. Wir fangen von vorne an. Dieses Tutorial ist für Anfänger zum Ausprobieren gedacht und hat nichts mit professioneller Produktfotografie zu tun.

Nehmen wir beispielsweise einen einfachen Muffin. Wir fotografieren diesen auf dem Tisch oder dem Teller und stellen recht schnell fest, dass das Ergebnis ganz anders aussieht, wie in den ganzen Hochglanzbroschüren. Gut, „Food-Fotografie“ ist ohnehin nochmal ein extra Metier, bei dem es nochmal viele andere Dinge nebenher zu beachten gilt, aber als Anfangsbeispiel bleiben wir dabei.

Licht

Mit das Wichtigste ist das Licht. Normalerweise blitzt man instinktiv bei der Produktfotografie. Doch schnell stellt man fest, dass das einige Produkte plötzlich glänzen, abhängig vom Material. Nun hat mat die Möglichkeit auch einen „Diffusor“ zu verwenden, der vor allem auch bei der Porrtraitfotografie zum Einsatz kommt, um das Licht gleichmäßiger und weicher zu verteilen. Doch auch das klappt nur bedingt. Deshalb verwendet man häufig gar keinen Blitz und stattdessen eine Studiolampe zum Ausleuchten des Produktes.

Beispiel mit Blitz, mit Blitz und Diffusor und Studioleuchte ohne Diffusor
Beispiel mit Blitz, mit Blitz und Diffusor und Studioleuchte ohne Diffusor

Wie man sehen kann, kommt das Produkt ohne Spiegelung sehr gut bei der Verwendung der richtigen Beleuchtung zur Geltung. Es glänzt nicht. Wichtig ist die richtige Wahl der Beleuchtung. Am besten gelingen Bilder bei Verwendung von sogenannten „Tageslichtlampen“, also Leuchtmitteln, die circa 5.400 Kelvin haben. Andernfalls muss man den „WB-Wert“ seiner Kamera anpassen.

 

 

 

 

Hintergrund

Was uns nun noch stört ist natürlich der Boden, der ja einen nicht gerade professionellen Eindruck entstehen lässt. Also benötigen wir einen neutralen Hintergrund.

Man kann einfach ein weißes Bettlagen nehmen, oder ein Fotozelt bei kleineren Produkten. Auch eine Fotowand oder ein Fotobrett können gute Dienste leisten.

Denn der Hintergrund ist entscheidend, gerade wenn es um die nachträgliche Bearbeitung geht. Ein Fotozelt eignet sich hervorragend, um zum Beispiel kleinere Produkte im Nachgang „freizustellen“. Häufig kommen noch verschiedene Hintergründe mit dem Fotozelt einher, so dass man den Hintergrund blau, schwarz, weiß, rot oder grün gestalten kann. Wie wir in nachfolgendem Beispiel sehen, eignet sich beispielsweise der rote Hintergrund nicht für die benutzte Broschüre, da die Farben sich bei der Bearbeitung später überschneiden und sich die „Freistellung“ des Objekts so deutlich erschwert.

 

Freistellen

Ob man den Schatten komplett wegleuchtet oder nicht, obliegt jedem selbst. Ein Bild ohne Schatten wirkt unnatürlich, da das Objekt dann mitten im Raum zu fliegen scheint. Allerdings kann dies als Stilmittel auch manchmal gut aussehen.

Wir werden in einem separaten Tutorial beschreiben, wie man Objekte in Photoshop freistellt.
Hat man sein gewünschtes Produkt dann freigestellt, kann man es entsprechend schärfen oder kontrastreicher gstalten und fertig ist das Produktfoto.

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