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Liebeskummer – Das unterschätze Leiden ?

Liebeskummer, das unterschätze Leiden „, so lautete der aktuelle Titel der dieswöchigen Ausgabe des Magazins „Stern“.

Betrachtet man sich die Titelthemen des „Stern“, „Spiegel“ oder „Fokus“, so ist es nicht verwunderlich, dass meist Themen ihren Weg auf das Cover finden, die mit Sex, Gewalt, Unglücken oder ähnlichem zu tun haben.
Das verkauft sich nun mal deutlich besser als andere Themen.

Diese Woche also mal wieder Liebe.

Stern-Liebeskummer-211x250Wir waren neugierig, und haben uns diese Ausgabe gekauft, da wir wissen wollten, ob denn zur Abwechslung mal irgendetwas Sinnvolles, Neues oder Wegweisendes zu diesem Thema geschrieben wurde.

Liebe ist so abstrakt, so komplex, so wenig rational und so verwirrend manchmal, dass ich es kaum erwarten konnte die Meinung der Stern-Redakteure darüber zu lesen.
In der Geschichte der Menschheit sorgte Kabale und Liebe für Kriege, Tote, einzigartige Weltliteratur – eine Messlatte also, die journalistisch gesehen durchaus hoch hängt.

Das Kratzen an der Oberfläche

Wenn ich mir den Stern-Artikel so durchlese, dann ist das ein nett zusammen geschriebener Bericht, der teils auf Erfahrungen, teils auf Erklärungen beruht. Wie Schiller, Goethe und die anderen aus dem Klub der Dichter und Denker bewiesen haben: es gibt jede Menge darüber zu schreiben.
Also was packt man wohl in einen Artikel, der lediglich ein paar Seiten füllen darf.

Ich fasse mal die in meinen Augen wichtigsten Punkte zusammen.
Es sind keine neuen Punkte, aber sie tun gelegentlich ganz gut, wenn man sie sich wieder in Erinnerung ruft. Denn das Verständnis einer Sache ist meines Erachtens auch der erste Schritt Abstand zu finden. Und Abstand ist die Medizin, die beim Liebeskummer hilft.

Der Stern-Reporter stellt klar, dass es sich bei Liebeskummer um einen psychischen Extremzustand handelt. Da hat er recht.
Ferner vermutet der Autor, dass der Liebeskummer dann zuschlägt, wenn eine Liebe unerwidert bleibt, aber noch härter dann auftritt, wenn man verlassen wird.
Auch da widerspreche ich ihm nicht. Er hat zweifelsohne auch hier recht.

Auch wenn der Stern schreibt, dass ähnlich wie die Liebe, der daraus resultierende Schmerz keinen Gesetzen gehorcht, so ergeht sich der Artikel meines Erachtens nach etwas zu sehr in Oberflächlichkeit.
Klar ist es gut mal wieder zu lesen, dass Liebe wie eine Sucht ist und dass ähnlich wie beim Kokainkonsum Neurotransmitter im Gehirn angesprochen und Dopamin ausgeschüttet wird.

Doch wo ist die Tiefe ? Es tut weh. Es tut höllisch weh. Das weiß man, wenn man es erlebt hat und man weiß es erst recht, wenn man mittendrin steckt.

Der Autor erklärt folgerichtig, dass Liebeskummer eine Entzugserscheinung ist und dass die allseits bekannten Mittel wie „nicht mehr sehen“ etc., die besten Chancen auf „Heilung“ bieten.
Das wissen wir seit unser ersten verflossenen Jugendliebe !

Vielmehr wäre es doch interessant mal das Thema zu beleuchtet, wie man es denn schafft dorthin zu kommen.
Mit Sicherheit ist und soll der Stern kein Leitfaden oder Handbuch für unerfüllte Lieben oder gescheiterte Ehen sein, aber ein bisschen mehr Tiefgang wäre alleine inhaltlich schon etwas interessanter zu lesen gewesen.

Der Autor geht auch darauf ein, dass für manche Menschen der Schmerz besser ist als das Nichts. Und da setzt eigentlich das Problem an.
Doch der Stern ist da weder pragmatisch mit Vorschlägen zur Stelle, sondern lässt sich die These nur von einer Psychotherapeutin bestätigen.

So richtig ins Schwarze getroffen hat der Autor dann aber endlich kurz vor Ende des Artikels. Sehr feinsinnig erkennt der Schreibende, dass man ja gar keine wirkliche Liebe erfahren kann, wenn man nicht bereit ist auch den Schmerz zuzulassen, der eventuell aus Liebeskummer entstehen könnte.

Der Autor hat zwar zu 100 Prozent recht mit dieser Kernaussage, aber diesen Punkt weiter auszubauen, verpasst er leider.
Und genau dieser Punkt ist es meines Erachtens, der das Problem bei vielen frischen Beziehungen darstellt, da der einst verlassene Partner Bindungsängste hat und fürchtet erneut verlassen zu werden können.
Darüber hätte man mal besser eine Titelgeschichte gemacht. Der mögliche Titel: „Wie verdränge und verarbeite ich die negativen Erfahrungen, um meinem neuen Leben und neuen Chancen offen gegenüber zu stehen“.

Gut, das passt zugegebenermaßen nicht wirklich auf das Titelblatt, aber ich meine ja nur ..

Das Highlight des Sternartikels befindet sich auf der letzten Seite, in Form eines Interviews mit einer Psychotherapeutin.
Und genau dieses Interview zeigt den Ausweg aus dem Dilemma.
Es wird nicht beschrieben wie man sich „entliebt“ und dass die Schmerzen groß sind, sondern zeigt einfach die ungeschminkte Wahrheit und bringt diese auf den Punkt.
Und erst wenn man sich mit dieser auseinander setzt, kann man auch den nächsten Schritt machen.

So erwähnt die Psychotherapeutin nämlich auch einen ganz wichtigen Punkt: „mit der (potentiellen) Partnerschaft waren große Zukunftsvisionen verknüpft“. Bingo. Das ist nämlich genau der Punkt, der auch den Verlust größer erscheinen lässt als er vielleicht manchmal ist.

Die interviewte Therapeutin erwähnt dann noch, dass Frauen in der Regel nach einer gescheiterten Beziehung länger trauern und Männer zwar nicht weniger kämpfen, aber schneller den Absprung schaffen, wenn sie den Eindruck haben, dass es keine Hoffnung mehr gibt. Das kann ich jetzt zwar nicht bestätigen, aber das ist natürlich auch sehr subjektiv und wir reden hier ja vom gewogenen Durchschnitt, für den ich mich aufgrund meines manchmal extremen kuriosen Charakters ohnehin nicht halte.
Männer würden nicht weniger leiden, so die Expertin, sie würden nur schneller verarbeiten, wenn ihnen klar sein, dass es nichts mehr zu holen gäbe.

Die Formen der Liebe

Liebe tritt in den unterschiedlichsten Formen auf. Ob rein, ob besessen, ob leidenschaftlich, ob selbstlos, glücklich wie glücklos.

In welcher Form auch immer sie auftaucht, kostet sie meistens jede Menge Nerven, Tränen, Zeit und teilweise Geld. Liebe kann und ist auch schön, aber wir setzen uns hier ja mit der problematischen Seite auseinander.

Der Sternartikel beschäftigt sich mit einer bestimmten Seite der Liebe, dem Liebeskummer.

Definieren wir zunächst einmal Liebeskummer, oder besser gesagt, wir versuchen es.
Liebeskummer würde ich im ersten Schritt als einen Zustand beschreiben, in dem die angenommene Liebe zu einem anderen Menschen nur teilweise erwidert wird. Natürlich kann man hier noch deutlich tiefgründiger analysieren, aber wollen wir es damit zunächst einmal grob umschreiben.

Jeder kennt es aus seinem eigenen Leben, man verliebt sich und die Liebe wird nicht erwidert. Man trauert, man bemitleidet sich selbst, man resigniert, man verliert das Interesse. Diese 4 Phasen sind zumindestens für mein Leben exemplarisch. Jeder mag andere Erfahrungen gemacht haben.

Nun kann es aber sein, dass bei Liebeskummer noch ganz andere Faktoren Einfluss nehmen.
Nehmen wir zum Beispiel den Fall, dass die Person der Begierde ebenfalls Interesse bekundet, aber in einer unterschiedlichen Intensität. Auch diese Situation kann Unzufriedenheit oder Liebeskummer auslösen, da sich immer einer der beiden Betroffenen nicht ausreichend geliebt fühlt.

Sieht man mal von Sonderfällen ab, in denen Menschen sich gefühlsmäßig an jemanden binden, ohne wirklich etwas dafür zurückbekommen, und das nur machen, weil sie denken „ein bisschen zu haben ist besser als gar nichts“, dann ergibt sich bereits hier schon ein erstes klares Bild davon, wie schwierig es manchmal sein kann.

Es kommt sehr selten vor, dass in einer Beziehung, Liebe oder Partnerschaft die Gefühle in identischem Maße auf beiden Seiten vorhanden sind. Meistens kann man das ausgleichen und nicht selten wechselt auch die Intensität von Zeit zu Zeit zwischen den Liebenden.

Was allerdings tun wir Menschen, wenn eine vermeintlich Liebe einem eine Hoffnung gibt auf mehr, auf eine gemeinsame Zukunft, und dafür lediglich um Geduld bittet ?

Welchen Preis ist man bereit zu zahlen, um den Traum wahr werden zu lassen ?
Man kann es zeitlich nicht begrenzen, man kann es nicht quantifizieren oder einer Schmerzgrenze zuordnen, die erreicht werden muss, bis man sich irgendwann bewusst wird, dass man sich auf einem sehr langen schmerzhaften Pfad bis hin zur Selbstaufgabe befindet.

Um beschreiben zu können, was „normal“ ist und was „anders“, versuchen wir zunächst doch einmal ein Bild zu zeichnen, wie ein Kennenlernen, eine Liebe, eine Beziehung in der Regel zu Stande kommt. Das ist selbstverständlich nur exemplarisch zu sehen, da es jeder anders erlebt und es nicht „den einen Weg“ gibt, der zur Liebe führt, sondern von jedem anders wahrgenommen und beschritten wird.

Ein Pärchen lernt sich kennen und mag sich. Man geht aus, irgendwann entwickelt sich mehr. Wunderbar.

Ein Problem existiert da nur leider. Das Leben ist manchmal extrem hinterhältig und das Schicksal stellt uns manchmal Hürden in den Weg.
Ob erfahrene Scheidungen, ob schwere Kindheit, ob Misshandlung oder eine Reihe negativer Erfahrungen, es sind die individuellen Erlebnisse, die uns als Menschen prägen und auch Einfluss auf unser Empfinden haben, dass wir haben, wenn wir anderen Menschen Zugang zu uns geben möchten. Und der gegenseitige Zugang zueinander ist der Boden für die Liebe zweier Menschen.

Gefühle sind abstrakt und Liebe kann man nicht erzwingen. Sie ist entweder vorhanden oder nicht.
Manchmal entsteht sie auch im Laufe einer Freundschaft oder umgekehrt.

Doch macht es Sinn bei fehlender Grundsympathie darauf zu warten, dass Liebe irgendwann entsteht ? Mit Sicherheit nicht. Doch genau dort liegen die Grauzonen der menschlichen Erfahrungen und Emotionen. Begründet in den nicht ganz so einfachen Gefühls- und Ereignisketten, die aufkommen, wenn der Mensch Hoffnung auf etwas entwickelt, das in der Zukunft liegt.

Liebe: Glück oder Unglück ?

Macht Liebeskummer krank ? Oder ist es krank Liebeskummer zu haben ?

Liebeskummer tritt immer dann auf, wenn die Gefühle nicht erwidert werden. Also stellt man sich natürlich die Frage, wie man am besten darauf reagiert und wie man damit umgehen sollte, um diese schmerzliche Erfahrung zu verhindern oder zu lindern.

Hier steht der Unglückliche allerdings meist vor einem Problem: er kann die Gefühle nicht abstellen. Das glaubt er zumindestens.
Er rettet sich von einem hoffnungsvollen Moment zum nächsten und traut sich nicht den emotionalen Absprung zu wagen, weil er die Hoffnung hegt, dass sein Verlangen und seine Träume doch noch irgendwann wahr werden.

Ähnlich verhält es sich auf bei folgendem Beispiel.
Die beiden Partner, angenommen beide Mitte 30, in der klischeehaft bezeichneten „familienplandenen Phase“ stehen vor der Frage, ob man zusammen ein Kind bekommt.

Ein Partner steht dem offen gegenüber, der andere Partner fragt sich (im optimalen Fall) vor diesem das Leben verändernden Schritt, ob sein Partner die richtige Wahl für die nächsten 20 Jahre ist.
Ist einer der Partner nicht der Überzeugung, wird er oder sie automatisch eine Trennung in Gedanken durchspielen, denn schnell wird einem bewusst, dass man sich hier nun entweder fest legt für einen Zeitraum oder nochmal komplett den Neustart mit jemand anderem wagt.

Und wie sieht die Realität aus ? Die Frage stellen sich viele, aber kaum einer geht diesen Weg. Ob aus Angst, aus Passivität, Unsicherheit oder Ignoranz. Und das traurige Ergebnis kann man sehr gut bei der steigenden Anzahl von Scheidungskindern beobachten.

Es gibt keinen optimalen Weg. Es gibt kein Patentrezept.
Wenn man sich in der Kirche verspricht, dass einen frühestens der Tod trennen wird, dann ist das für viele Menschen heutzutage eine Floskel. Die Realität sieht nämlich leider gänzlich anders aus.

Mit Sicherheit ist es die richtige Herangehensweise, sich dieses Versprechen zu geben. Denn wenn man es nicht zumindestens vor hat, dann klappt es natürlich erst recht nicht.

Die magische Zahl Null

Wir wollen an dieser Stelle nicht Unzufriedenheit mit Liebeskummern vermischen, aber selbst in über Jahren anhaltenden Beziehungen kommt es auch zu Liebeskummer.
Und auch wenn man sich bei Liebeskummer bewusst ist, dass es schmerzt, nur selten gibt es eine „Krankheit“ deren Behandlung so schwierig ist.

Was hindert uns daran los zu lassen ?

Es ist oftmals die Angst wieder bei Null anzufangen.

Bei einer frischen Beziehung, egal in welchem Stadium, die Angst den Durchbruch zu verpassen, wenn man ausgerechnet jetzt den Rückweg antritt.
Bei einer länger andauernden Beziehung hat man eventuell Angst vor einem mit Sicherheit viel Arbeit verbundenen Weg des neuen Findens, Kennenlernens und Ausprobierens. Eventuell sind noch Kinder vorhanden, was eine Entscheidung nicht minder schwierig macht.

Also lässt man einfach alles beim Alten. Auch wenn man Liebeskummer hat, weil die Liebe nicht in der Form erwidert wird, wie man es sich ersehnt.

Unabhängig davon in welchem Abschnitt Liebeskummer entsteht, egal wer wen liebt, wir lassen den Kummer zu und weiden uns in ihm. Und meistens machen wir dies bei vollem Bewusstsein. Wir wissen, dass wir konsequent sein müssten und loslassen müssten.
Doch wir tun es oftmals nicht.

Menschen weinen. Menschen schreien. Menschen bringen sich um, in der Verzweiflung über die Ablehnung des Anderen. Oder wir verletzen andere mit Worten.
Und alles nur aus Liebeskummer. Was ist das für eine „Krankheit“, die aus dem bodenständigsten Menschen ein unberechenbares Häufchen Elend macht ?

Lassen wir mal die Neurotransmitter zur Seite, diese erklären auch nicht, warum dieses mit der Sucht vergleichbare Gefühl Handlungen hervorruft, die in Worte zu fassen so schwierig ist.

Es gibt tausende von Büchern zu dem Thema, Selbsthilfegruppen und Therapeuten die sich dieses Gefühlszustandes schon über Jahrzehnte hinweg angenommen haben.
Das entscheidende aber ist die Verarbeitung. Und die fängt bei jedem selbst an.

Loslassen als Schlüssel zur Selbstfindung ?

Warum ist denn so schwierig los zulassen ? Weil man sich eingestehen muss, dass alle Träume, Hoffnungen, Erwartungen – auf die man teilweise sehr viel gesetzt hat oder Jahrzehnte seines Lebens dafür eingebracht hat – sich plötzlich in Luft auflösen und alles umsonst gewesen zu sein scheint ?

Wahrscheinlich ist es so. Und auch wenn es keinem Betroffenen hilft: das Leben geht weiter. Muss weiter gehen. Es klingt banal, es klingt gefühllos, aber es ist so.

Keiner gibt gerne einen Menschen oder eine Ehe auf, in die man Jahre seines eigenen Lebens eingebracht hat.
Keiner lässt gerne eine Liebe ziehen, mit der man sich eine Zukunft vorgestellt hat und die doch nie die Chance hatte über ein freundschaftliches Kennenlernen hinaus Bestand zu haben. Aber manchmal muss man es einfach. Seiner selbst willen.

Der Liebeskummer eines Liebenden, der sich schon am Anfang des Kennenlernens verliebt und dessen Liebe nicht erwidert wird, ist nicht zu vergleichen mit dem Liebeskummer, der einen nach einer 20-jährigen Ehe überfällt, wenn der Partner einen sitzen lässt.

In letzterem Fall gibt man sich oftmals selbst die Schuld versagt zu haben, hat Angst vor der Leere, vorm Neuanfang und unheimliche Angst davor jemals wieder in ähnlicher Art und Weise verletzt zu werden. Doch das ist nun Mal das Leben. Und das Leben stellt keine Garantien aus. Für gar nichts. Im Gegenteil.

Im ersten Fall liegt die Tragik meist darin begründet, dass man auf den Gegenüber nicht nur seine Liebe, sondern auch seine Hoffnungen projiziert.
Liebt einen der andere gar nicht, wird man sich schnell der Realität stellen können und eine andere Abzweigung auf dem Pfad des Lebens beschreiten.
Das Schlimmste was allerdings passieren kann, und dabei liegt dem Ganzen schon fast wieder eine poetische Note zu Grunde, ist das Szenario zwei gekoppelt mit dem ersten Szenario.

Man stelle sich vor, der Verliebte trifft auf einen Menschen, der selbst erst gerade diesen Schmerz durchlebt hat. Verständlicherweise wird dieser dann Angst haben, nochmal so verletzt zu werden. Denn alles benötigt seine Zeit. Und auch wenn der „Stern“ von Verarbeitungszeiträumen von vier Monaten bis zu einem Jahr schreibt, so wissen wir doch alle, dass uns manche Probleme doch deutlich länger beschäftigen als uns lieb ist.

Was also hilft uns aus der Misere ? Was beschleunigt den Prozess, dass man die Emotionen überlisten und sich sachlich den Problemen stellen kann ?

Meistens ist das eine individuelle Leistung, deren Lösung unterschiedlich stark vom jeweiligen Charakter und der Person abhängt.

Fest steht: die Lösung heißt „Loslassen um verarbeiten zu können“.
Der schwierigste Schritt von allen. Und der erste von mehreren.
Ich bin kein Psychiater und in diesen Dingen nicht geschult.
Aber auch ich hatte schon mehre Phasen des Liebeskummers in allen erdenklichen Phasen und Ausprägungen, wie jeder von uns.
Ich kann sagen, dass Zeit die Wunden zwar nicht heilt aber vernarben lässt. Vergessen wird man seine Vergangenheit nie. Das sollte man auch nicht. Denn schließlich hat sie uns geprägt und den Menschen aus uns gemacht, der wir jetzt sind.

Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, dann wissen wir doch eigentlich bestens, dass das Leben immer Tiefschläge für einen bereithält. Den einen erwischt es mal mehr, den anderen mal weniger. Aber wer so naiv ist und glaubt, dass das Leben von 18 Jahren an bis zum Tod einfach nur schön ist, der ist entweder gesegnet von Glückseligkeit oder sieht der Realität nicht gerne ins Auge.

Wie kann ich mich dagegen wappnen, um nicht verletzt zu werden ?
Gar nicht.

Öffnet man sich nicht und lässt keinen an sich heran, kann man auch nicht „gefühlsecht“ leben und lieben. Wer Liebe empfangen möchte, der muss sein Schild herunter lassen, ansonsten verkommt jede Beziehung zu einer Zweckgesellschaft.

Klar, es frustriert, es macht einen sauer und traurig zugleich, wenn man an einem Punkt steht, an dem die Liebe am Herzen des anderen abperlt wie an Teflon. Aber das gehört leider zum Leben wie das Älterwerden und die Falten. Man muss nur das Beste daraus machen, dann hat man auch Spaß daran.

Man sollte sich eine Sache suchen, die einem hilft das Ganze zu verarbeiten. Zwar muss man dazu erst mal bereit sein, aber auch der Weg dahin kann schon befreiend wirken.
Ein Hobby, Sport, ein Umzug oder der Wechsel der Haarfarbe. Veränderung herbeiführen und dadurch so abgelenkt zu sein, dass man irgendwann den nötigen Abstand findet, um die Sache verarbeiten zu können.

Mir hilft immer das Schreiben …

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