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Henry Miller: Sexus – Lesung mit Alexandra Kamp

Alexandra Kamp. Ein Name den man in Deutschland kennt. Eine sehr hübsche Dame, die ich irrtümlicherweise irgendwie als Teilnehmer am Dschungel-Camp in Erinnerung hatte, lud am Wochenende zur „Erotischen Lesung“ ein. Und ich muss mich revidieren, die Dame hat Klasse und
Stil und kommt sehr sympathisch und natürlich rüber.

Das Journal Frankfurt bietet zur Zeit mit seiner Serie „Stadt Events“ ein reiches Potpourri aus Unterhaltung und Kultur an. So auch an diesem Wochenende mit „Henry Millers „Sexus“ – Einer Lesung mit Schauspielerin Alexandra Kamp“.
Journal Frankfurt beschrieb das Event wie folgt: „
Erleben Sie die deutsche Schauspielerin Alexandra Kamp live bei Ihrer Lesung von Henry Millers erotischen Roman „Sexus“. Ab 21.30 Uhr legt Alexandra Kamp – getreu Henry Millers Motto „Boogie-Woogie der Hormone“ – zu Motown-Klängen im THE PURE BASEMENT auf.“

Also nichts wie hin und in freudiger Erwartung nicht nur einen extravaganten Autoren rezitiert zu bekommen, sondern auch gleich noch eine talentierten junge Dame bewundern zu können, besorgten wir uns Eintrittskarten und tauchten ab ins „Pure Basement“ in Frankfurt hinter dem Hauptbahnhof.

Die Lokation ist klasse. Wir hatten ja bereits in der Vergangenheit schon die ein oder andere Party dort miterlebt und waren auch an diesem Abend davon überzeugt, dass die Räumlichkeiten kaum besser hätten gewählt sein können, um der Stimmung und Atmosphäre des Rahmenprogramms gerecht zu werden.

Konzentrieren wir uns also auf das eigentliche Event an diesem Abend: Henry Miller und Alexandra Kamp. Oder vielleicht besser beides zusammen.
Denn Alexandra Kamp bildete mit dem Autoren an diesem Abend eine Einheit. Sie las Henry Miller nicht nur, sie lebte ihn verbal. Ihre Leidenschaft und Innbrunst beim Lesen, die Betonungen und taktischen Pausen ließen den Roman Sexus lebendig erscheinen und den Zuhörer gebannt an ihren Lippen hängen.
Gerade bei einem Roman wie diesem, der früher sogar in einigen Ländern ob seiner exzessiven Erotik verboten war, ist es nicht einfach den Zuhörer wirklich zu fesseln. Alexandra Kamp gelang dies spielend. Sie erweckte mit ihrer Sinnlichkeit und dem Verständnis eines Mannes die Inhalte zum Leben und gewann so das Publikum im Handumdrehen.

Die Lesung dauerte ca. 50 Minuten und Alexandra Kamp verstand es nicht nur ihr Publikum zu fesseln, sondern auch zu begeistern. Die von ihr angebotenen 20 Hörbuch-CDs waren nach Ende der Lesung in rasender Schnelle vergriffen, um von ihr signiert zu werden.
Ich war doch etwas überrascht, dass hauptsächlich weibliche Besucher anwesend waren und von den 20 CDs nur zwei Männer bei den Audi-Books zugriffen.
Alles in allem war es ein herausragendes Event. Eine begabte Dame, die es verstand einem derart schwierigen Roman seine entsprechende Geltung zu verschaffen und den Zuhörern zu gefallen.

 

 

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