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Adobe Lightroom 3 oder Photoshop Elements 10 ?

Software Review
Als (ambitionierter) Hobbyfotograf sucht man sich ja recht zügig auch ein entsprechendes Grafikprogramm aus, mit dem man Bilder bearbeiten und/oder auch verwalten kann. Nachdem das von vielen Anwendern geschätzte "Photo Impact" von Ulead an die Firma "Corel" überging und in seiner ursprünglichen Form nicht mehr weiterentwickelt wurde, waren die Foren voll nach der Frage einer sinnvollen Alternative.


Produktübersicht


Durchforstet man das Internet, so scheint aktuell "Adobe" mit seinem Programm "Photoshop" (PS) vorne zu liegen. Fragt man Grafiker und Designer, so ist "Photoshop" das non-plus-ultra. Doch leider kostet es ca. 800 Euro. Und wer nur nebenher ein paar private Fotos bearbeiten möchte, der wird sich da vermutlich schwer tun.
Also nahm Adobe im Laufe der Zeit das Programm "Photoshop Elements" (PSE) mit in sein Sortiment auf, dass sich an Hobbygrafiker und Fotografen richtete.
Mit einem Preis von ca. 57 Euro ist es auch finanziell im Rahmen der Möglichkeiten des Durchschnittsanwenders, der damit nicht sein geld verdienen muss.

Wir persönlich haben uns immer noch nicht an Photoshop Elements gewöhnt und vermissen die leicht zugänglichen Buttons und Funktionen, aber es hilft ja nichts.
Man muss sich Einarbeiten in dieses Programm, dann gehen die Arbeitsschritte auch etwas leichter und schneller von Statten. Wir können nur jedem empfehlen nicht gleich aufzugeben, sondern am Ball zu bleiben, dann kann man aus seinen Fotos wunderbare Details herausholen oder diese verändern und anpassen.


RAW-Bilder Bearbeitung


Nachdem wir uns mittlerweile dazu durchgerungen haben eine ordentliche Menge Geld in eine anständige Kamera zu investieren, nehmen wir nun auch die Features dieser in Anspruch, indem wir unsere Bilder statt im stark komprimierten JPG-Format, parallel auch iM RAW-Format aufnehmen.
"Als Rohdatenformat (RAW oder Raw) (engl. raw „roh“) bezeichnet man ein Dateiformat bei Digitalkameras und digitalen Kinokameras, bei dem die Kamera die Daten nach der Digitalisierung weitgehend ohne Bearbeitung auf das Speichermedium schreibt. Diese Rohdaten werden auch als „digitales Negativ“ bezeichnet, da sie für die Weiterverarbeitung bestimmt sind und noch nicht das eigentliche Endprodukt darstellen.
Gebräuchliche Formate zur Bildspeicherung erlauben es häufig nicht, alle Informationen, die der Sensor der Kamera liefert, zu speichern, daher werden andere Formate benötigt. JPEG-Varianten erlauben z.B. pro Farbkanal nur 256 Helligkeitsabstufungen (8 Bit), demgegenüber enthalten Rohdatenformate meist 10, 12 oder 14 Bit an Helligkeitsinformation, was 1.024 bis 16.384 Helligkeitsabstufungen ermöglicht." Quelle: Wikipedia.de

Wer mit Photoshop Elements die ersten RAW Dateien geöffnet hat, sieht wieviel man noch aus Bildern herausholen kann. Denn die unbearbeiteten RAW Dateien beinhalten soviele Möglichkeiten, die bei einem JPG Bild einfach komprimiert und "abgeschnitten" werden. Dafür sind die RAW-Dateien auch ca. 20 MB pro Bild groß (DSLR 18 Megapixel).

Nimmt man Bilder im JPG Format auf, dann verrichtet der Kamerachip alle Anpassungen automatisch, beispielsweise die Rauschunterdrückung, Schärfung, Gradationsanpassung, den Weißableich oder andere Bildeigenschaften.
Mit dem RAW Format kann man das unveränderte "digitale Negativ" somit quasi individuell in all diesen Bereichen wunschgemäß entwickeln und anpassen.

Diese Arbeit ist natürlich recht zeitaufwendig.
Und wer gerade aus dem Urlaub kommt und 200 Bilder aufgenommen hat, der wird sich ausmalen können, wie lange man da an Photoshop sitzt, um jedes einzelne RAW Bild in Photoshop oder Photoshop Elements zu bearbeiten.

Doch auch hier hat Adobe ein Programm in seinem Sortiment, dass bei keinem Profi-Fotografen fehlen sollte, um diese Arbeitsschritte in deutlich schnellerem Temp zu erledigen. "Adobe Lightroom 3".

Photoshop oder Lightroom ?


Jetzt stellen sich natürlich viele die Frage, ob man Lightroom unbedingt benötigt, denn Photoshop kann auch RAW Daten lesen und man kann sie manuell oder mit einem Assistenten bearbeiten.
Auch wir standen vor dieser Frage und bei unserer Recherche im Internet waren wir damit nicht alleine.
Deshalb wollen wir hier den Unterschied zwischen den beiden Programmen aufzeigen und aus unserer Sicht begründen, wann es sich lohnt sich Lightroom anzuschaffen.
Denn mit ca. 180 Euro aktuell ist auch dieses Programm nicht ganz günstig.


Der Unterschied zwischen Photoshop und Lightroom
 

Photoshop ist ein Grafikprogramm. Mit diesem kann man die Bilder bis ins letzte Detail bearbeiten, retuschieren, beleuchten, etc.
Lightroom ist eher eine Mischung aus Bibliothek, Basis-Bearbeitungsprogramm und vor allem dann nützlich, wenn man viele Fotos bearbeiten möchte.
Deshalb ist die häufig im Internet auftauchende Frage absolut unsinnig, ob man Photoshop ODER Lightroom zur Bilderbearbeitung verwenden soll.
Die Frage ist lediglich, ob man sich ZUSÄTZLICH zu Photoshop Lightroom anschaffen sollte.

Normalerweise liefert der Kamerhersteller eine RAW Software bei entsprechenden Kameras mit. Im Falle von Canon ist es "Camera RAW 6.5" aktuell.
D.h. beim Öffnen der RAW Datei mit Photoshop öffnet sich zunächst der RAW Editor, man kann das Bild GROB bearbeiten und danach in Photoshop öffnen.

Canon Raw


Das Canon RAW-Plugin für Photoshop


In Photoshop kann man das RAW Bild dann entsprechend korrigieren, jedoch nicht im Ansatz so umfangreich wie in Lightroom.

PSE 9.0


Bearbeitung des RAW Bildes in PSE 9


In Lightroom kann man skalieren, Farben ändern, Perspektiven anpassen und viele andere Dinge tun, aber nur mit Photoshop kann man individuell auf das Bild einwirken, Collagen erstellen, spiegeln, etc., dafür ist Lightroom nicht ausgelegt.


Die Vorteile und Funktionen (Auszüge) von Lightroom im Detail

Lightroom besitzt zahlreiche Funktionen, die wir nicht alle aufzählen wollen. Das kann man auf der Webseite von Adobe ganz gut nachlesen.
Wir möchten lediglich ein paar Funktionen aufzählen, die Lightroom in unseren Augen von Photoshop abheben.


- Lightroom als Bibliothek: Mit Lightroom kann man eine Stapelverarbeitung durchführen. D.h. man kann hunderte Bilder "taggen", verändern, die EXIF-Daten verändern und die Tonwert-Korrektur mit einem Klick anpassen. Man kann die Bibliothek durchsuchen. Zum Beispiel nach verwendetem Objektiv, der Kamera, des Aufnahmedatums, nach bestimmten Gesichtern oder Farben, einfach genial.

Lightroom 3


Tonwertkorrektur unter Verwendung einer kameras- und objektivpezifischen Einstellung


Man kann dann mit den Resultaten Kataloge anlegen und alle Fotos auf einmal anpassen, was zum beispiel Sinn machen kann, wenn es darum geht, dass man alle Bilder in Schwarz-Weiß umwandeln oder beispielsweise den Tonwert automatisch korrigieren möchte. Man kann Profile erstellen, in denen man sein Kameramodell und Objektiv hinterlegen kann, dann übernimmt Lightroom die ersten Aufgaben bei der Belichtungskorrektur.

Lightroom 3


Suche in der Bilderbibliothek

Lightroom 3


Stapelverarbeitung in Lightroom: mit einem Klick alle Bilder anpassen mit den vorgefertigten Filtern



- Lightroom als Bildbearbeitungswerkzeug: Mit Lightroom kann man das Bild sehr vielfältig bearbeiten. Man verwendet entweder die vorgefertigten Filter und Tools oder macht sich daran, das Bild manuell anzupassen. Was komplex und schwierig aussieht, hat man nach ein bißchen Herumprobieren schnell raus.

Lightroom 3


Einfache Anpassung der Bildeigenschaften

Lightroom 3


Individuelle Anpassung der Bildeigenschaften

Lightroom 3


Einfache Lichtkorrektur in Lightroom



- Lighroom als Bildverwaltungstool: Mit Lightroom ist es einfacher denn je seine ganzen Bilder zu verwalten, zu importieren oder für einzelne Projekte gezielt zusammen zu stellen. Übrigens kann man die in Photoshop erstellten Kataloge nach Lightroom importieren. Moderne Kameras besitzen die Möglichkeit Bilder zu in der Kamera noch zu bewerten. Lightroom erkennt diese Bewertungen und übernimmt sie in den Katalog. So kann man zum Beispiel auch komplette Bildbibliotheken mit einem Wasserzeichen versehen, etc.

Lightroom 3


Katalogerstellung in Lightroom



- Perspektivanpassung: Lightroom unterstützt nun auch Perspektivanpassung in der Version 3.0. Dieses nette Tool rückt die Perspektive gerade, wenn man aus einem ungünstigen Winkel aufgenommen hat. Kaum zu glauben, aber mit zwei kleinen Handgriffen ist dieser Schritt im Nu erledigt.

Lightroom 3


Perspektive verändern: ganz einfach



- Rauschunterdrückung: Die Rauschunterdrückung in Lightroom bekommt ebenfalls ein paar neue und einfach zu bedienende Tools an die Hand. Gerade bei hochwertigen Kameras die mit 18 Megapixeln aufnehmen, macht es durchaus Sinn, dieses Feature hervor zu heben. Die beiden Beispiele haben wir mit einer kleinen IXUS 105 Taschenkamera aufgenommen. Hier geht es uns nur darum zu zeigen, worin der Unterschied vor und nach der Bearbeitung liegt.

Lightroom 3


Rauschunterdrückung Beispiel 1

Lightroom 3


Rauschunterdrückung Beispiel 2



- Web-Gallerie mit Lightroom: In Lightroom kann man seine Bilderkataloge auch mit wenigen Klicks in eine Webgalerie oder Slideshow verwandeln, ohne dafür selbst HTML oder Programmierkenntnisse besitzen zu müssen. Man kann die Bilder auch direkt auf Flickr oder Facebook laden (wer es braucht). Dieses Feature bieten auch andere Programme, aber selten war es so einfach und intuitiv wie in Lightroom bei einem gleichzeitig ansprechenden Design der Webseite. Die Webseite kann man bereits in Lightroom recht umfangreich bearbeiten.


Fazit


So, damit kommen wir zum Fazit.
Lightroom ist kein reines Grafikwerkzeug, sondern ein Programm, das eine sehr leistungsstarke Bibliotheksfunktion besitzt und darüber hinaus die Bildbearbeitung in tausend Varianten zulässt. Photoshop oder Photoshop Elements sind wirklich reine Grafikbearbeitungsprogramme, mit denen man Grafiken erstellen, retuschieren, bearbeiten kann, aber das sich etwas schwer tut, wenn es darum geht Stapelverarbeitungen mehrerer Bilder so umfangreich durchzuführen wie von uns angesprochen.

Lightroom besitzt über die von uns genannten Beispiele noch über zahlreiche andere Funktionen, wir haben lediglich ein paar Beispiel für Euch heraus gesucht. Am besten die Adobe Webseite besuchen, um einen vollständigen Eindruck zu erhalten.

Als ERGÄNZUNG zu Photoshop ist Lightroom auf jeden Fall sinnvoll wenn man:
- nicht vor dem Preis zurückschreckt
- viele Bilder auf einmal bearbeiten möchte
- eine sinnvolle Bibliothek seiner Bilder anlegen möchte, die mit zahlreichen Features Stunden an Zeit spart
- RAW Bilder effizient bearbeiten möchte
- Wert auf die Anpassungsmöglichkeit von Details legt (z.B. Perspektivenkorrektur, etc.)

Lightroom als ERSATZ für Photoshop zu benutzen macht keinen Sinn, da man hier Äpfel mit Birnen vergleicht.
Lightroom besitzt keine Lasso-Auswahlwerkzeuge, keine Pinsel und die ganzen anderen Werkzeuge, die man den Grafikprogrammen sonst kennt.

Photoshop Elements 9.0


Die klassischen Werkzeuge eines Bild-Bearbeitungsprogrammes



Wir hoffen unsere Zusammenfassung hat Euch gefallen und Euch die beiden Produkte etwas näher gebracht. Gerne könnt ihr diesen Artikel kommentieren und/oder bewerten.
Fragen könnt ihr gerne im Forum posten.

Wenn ihr Lighroom kaufen möchtet, könnt ihr das gerne über den Link in der Box rechts neben dem Artikel tun, und uns damit unterstützen.






 

Geschrieben von: Tiger am 17.12.2011
Wertung: 





  

Positiv

  • - zahlreiche Features
  • - Web Export Funktionen
  • - intuitive Bedienung

Negativ

  • - hoher Anschaffungspreis
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Kommentare
Am Montag, 19.Dez 2011, 08:54 schrieb DeTassigny
Wie immer sehr gut erklärt.
Aber was mich angeht, habe ich von Fotos und Grafik nicht richtig eine Ahnung.
Daher nutze ich nur die mitgelieferte Software.
Vorteil: kostenlos und einfach zu bedienen.

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